Wie ich meine besten Artikel schreib …
Es ist erstaunlich aber wahr, die Blogartikel, die mir am allerbesten gefallen, schreib’ oft ich mitten in der Nacht, wenn ganz Katzelsdorf im Tiefschlaf ist und ich das in Wahrheit urgern auch wär. Das geht dann mit unruhigem im Bett Herumgewälze los, und kaum fängt der Körper an sich zu bewegen, läuft das Hirn schon auf Hochtouren. Ich denk’ mir noch so „Na geh bitte, net schon wieder“, aber munter ist munter. So weit, so mühsam.
Mein Hirn legt sich dann gleich so richtig ins Zeug und liefert Ideen ohne Ende, packt die sogleich in rhetorisch einwandfreie Sätze, gewürzt mit einer guten Portion Selbstironie und freut sich wie ein kleines Kind über die eigene Kreativität. Zwischendurch denk’ ich mir dann „Boah, das is echt leiwaund, gute Idee, lässige Formulierung, das schreib’ ich morgen gleich in der Früh auf!“ Aber viel öfter hab’ ich zwischendurch eher Gedanken wie „Kannst jetzt bitte einfach wieder die Klappe halten, ich will schlaaafen!!“
Na genau, nix mehr mit nächtlicher Stille, Gedankenfeuerwerk im Kopf. Wenn ich mich dann am nächsten Tag vor meinen Laptop setz und losschreiben will, kommt mal genau nix, absolut gar nix, vollkommene Stille und Leere im Kopf. Ich zermarter’ mir das Hirn aber Null, Leere, endlose Weiten, genau diese, also die Weiten mein ich, mit denen vor zig Jahren schon die Enterprise konfrontiert war. Ich hab’ ja den Mister Spock am allerliebsten gemocht, ich mein diese Ohren, die Augenbrauen und dazu das lapidare „faszinierend“ waren schon so richtig super. Aber, ich schweif’ schon wieder ab. Also zurück zu meinen verzweifelten Versuchen meine nächtlichen Rhetorikergüsse zu Papier zu bringen beziehungsweise in meinen Laptop zu tippen.
Es geht nichts, wurscht wie sehr ich mich auch abplag, Schriftsteller nennen das dann wohl Schreibblockade?! Der Liebste und die Tochter haben mir dann mal vorgeschlagen, meine Ideen, wenn ich ja eh schon munter bin, sofort aufzuschreiben, stichwortartig zumindest. Woraufhin ich erwidert hab’, dass ich ja den schlafenden Mann neben mir nicht aufwecken will, indem ich das Licht aufdreh’, verschlafen nach der Brille taste, dabei vermutlich irgendwas runterschmeiß und dann in meinem Notizbuch herumblättere.
„Mamaaa,” hat mein Kind mit schon fast bedenklich verdrehten Augen gestöhnt, „tipps halt einfach ins Handy ein!“ Ach so, ja logisch, super Plan. Das hab’ ich dann tatsächlich gemacht. Das Blöde ist halt, am nächsten Tag musste ich feststellen, dass ich, verschlafen und müde wie ich war, mit meinen Würschtlfingern Dinge eingetippt hab’, die ich in der Früh nimmer entziffern konnte. Da war nur eine Vielzahl an willkürlich aneinandergereihten Buchstaben, die keinerlei Sinn ergeben haben.
Andererseits hatte ich hübsche neue Wortkreationen, über die ließe sich vielleicht auch irgendeine nette Geschichte schreiben. Na egal, darüber kann ich mir an einem anderen Tag den Kopf zerbrechen.
Jetzt im Moment ist es 3:48 Uhr. Ich bin gegen 2:30 Uhr aufgewacht, weil mir mein Kopf so wehgetan hat, ich schmerzhaft verdreht im Bett gelegen bin, dass es mich schon ein gewisses Maß an Anstrengung gekostet hat irgendwie in eine Position zu kommen, in der ich halbwegs schmerzfrei liegen konnte. Ein tastender Griff zur Wasserflasche und einem Kopfwehpulver wurde begleitet von dem innigen Wunsch, ganz schnell wieder einschlafen zu können und vor allem der Hoffnung, das die Tabletten ihre schmerzstillende Wirkung so rasch wie möglich entfalten würden.
Ich hätts natürlich besser wissen müssen, das geht dann nimmer so gut mit dem Einschlafen. Erschwerend dazugekommen ist mein Nachbar. Wir haben einen Gegenübernachbarn, der zwar eigentlich ein armer Mann ist, mich aber dennoch total nervt. Arm weil er keinen einzigen Menschen hat, also weder Familie noch Freunde, und andererseits weil er definitiv komplett gaga im Kopf ist.
Also der Nachbar ist aufgrund eines schwierigen Lebens zu einem überaus anstrengenden Zeitgenossen geworden, der, allerdings mit fortschreitendem Alter eh immer weniger, aber dennoch gelegentlich herumwirbelt. Er hat ja keinen zum Reden, also führt er Selbstgespräche. Laut und undeutlich. Er hat nämlich auch eine sehr eigene Sprache. Das zu beschreiben ist de facto unmöglich, er brabbelt halt so unverständlich vor sich hin und sagt immer wieder dasselbe, wie so eine alte Kassette, die hängengeblieben ist.
Ja und zusätzlich zu seinem mühsamen Geplapper, quietscht er mit seinem Gartentor herum, auf und zu, immer und immer wieder. Und warum hör’ ich diese Dinge eigentlich so genau? Weil mein Dachschrägenfenster in seine Richtung geht und das einen Großteil des Jahres, einen spaltbreit geöffnet ist. Selbst wenn ich es zumach' hör’ ich ihn noch. Dann kommt der Schall seiner Worte nämlich durchs andere Fenster, das, das echt das ganze Jahr geöffnet ist. Ich bin ein Frischluftfanatiker, deshalb wird das Fenster frühestens dann mal für eine Nacht geschlossen, wenn’s im Zimmer nur mehr 14 Grad hat.
Und aufgrund meiner Kopfschmerzen, dem unverständlichen, aber dennoch zu lauten Gebrabbel meines Nachbarn, bin ich halt heute tatsächlich ins Arbeitszimmer getapst und hab’ mich vor den Computer gesetzt. Die Bildschirmhelligkeit hätt’ ich gern ein bissl reduziert, damit ich nicht ganz putzmunter werd’, aber dann hätt’ ich die Buchstaben nicht gesehen, weil blind schreiben mit 10 Fingersystem kann ich halt genau gar nicht.
So, und jetzt geh’ ich noch ein bissl ins Bett, ich muss eh beizeiten wieder raus aus den Federn. Wobei, bis ich wieder eingeschlafen bin, falls mir das überhaupt gelingen sollte, da könnt’ ich eigentlich gleich aufbleiben und schon mal mit was Sinnvollem beginnen, gell.
Verrückte Welt
Wir leben in einer verrückten Zeit. Und das eigentlich in fast jeglicher Hinsicht, ich weiß ja gar nicht, wo ich da überhaupt anfangen soll. Wurscht, wo man hinschaut oder hinhört, man kommt aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr heraus. Mein persönlicher Supergau sind die Nachrichten im Fernsehen.
Ich merk’, dass es mir nimmer gut geht, wenn ich wieder anfang’ zu viele Nachrichten zu schauen. Ich werd’ dann komplett wugi und weiß nicht, womit ich beginnen soll. Soll ich zuerst Angst bekommen oder vollkommen auszucken vor Wut, soll ich plärren, weil ich die Flut an schlimmen Nachrichten überhaupt nicht pack …
Keine Ahnung.
Wenn ich mich da jetzt so richtig ins Thema vertiefen würd’, dann würde dieser Artikel vermutlich sein Ende erst in vielen Wochen finden, angesichts der unfassbaren und unbeschreiblichen Grauslichkeiten und schrecklichen Dingen, die weltweit abgehen. Für mein eigenes emotionales Wohlbefinden lass’ ich das aber lieber bleiben.
Das ist allerdings auch immer so eine Sache, die mich dann zwiespältig werden lässt. Darf man heutzutage uninformiert sein, darf ich es wagen, nicht alles zu wissen und mitzubekommen? Ist das dann ein Verschließen der Augen vor der Realität oder ist es eine Form des auf sich selbst Achtens, einfach damit es einem selbst halbwegs gut geht und man nicht regelmäßig aus der Bahn geworfen wird?
Mir passiert nämlich bei medialem Nachrichtengenuss genau das, ich werd’ dermaßen aus meiner Mitte katapultiert, dass ich gar nimmer weiß, wo mir der Kopf steht. Und das will ich nicht … dennoch möch’t ich euch heute von einem kleinen Teil der verrückten Welt eine Geschichte erzählen.
Wie vermutlich einige von euch wissen, bewege ich mich seit, relativ kurzer, Zeit in der Social Media Marketing Welt. Und diese ist auch vollkommen ver - rückt. Ich hab’ das ganz bewusst jetzt mit Bindestrich geschrieben, es ist, wie wenn man Möbel auseinanderrückt, quasi verschoben. Seit ich auf Instagram auch einen Business-Account hab’, merk’ ich täglich aufs Neue welch seltsame Dinge da abgehen.
Ich red’ da jetzt noch gar nicht von all den mega Influencern. Ich möcht’ in der Marketingwelt bleiben, in der es um Sichtbarkeit, Strategie, SEO, Funnels, Captions, Hooks, USP´s und CTA´s geht. Wer jetzt nicht jeden dieser Begriffe verstehen und einordnen kann, völlig wurscht, klingt wahnsinnig gscheit, ist aber nix anderes als Marketingblabla. Und Blabla mein ich jetzt keinesfalls im negativen Sinn.
Wer also auf dem schier endlosen, sich offensichtlich permanent verändernden Onlinemarkt unterwegs ist, und zumindest einigermaßen erfolgreich sein will, der sollte sich mit den obigen Begriffen auseinandersetzen und diesbezüglich bitte nix falsch machen. Neulinge wie ich fühlen sich da unter Umständen das eine oder andere Mal etwas überfordert.
Vielleicht bin es aber auch nur ich, die sich diesbezüglich überfordert fühlt. Vielleicht liegt es am Alter? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, ich bin halt nicht mit dieser Omnipräsenz der sozialen Medien aufgewachsen, und ich merk’ ganz extrem, wie reizüberflutet ich durch das ganze Zeug bin.
Aber das ist ja alles kein Problem, theoretisch zumindest. Weil die hypererfolgreichen Marketing- und Verkaufsexperten dich bei der Hand nehmen und dir die Welt erklären. Tagtäglich unzählige Male. An manchen Tagen mag ich Instagram gar nimmer öffnen, weil ich eh schon genau weiß, was, dem Algorithmus sei Dank, wieder auf mich zukommt.
Da vermiss’ ich die Zeiten, in denen ich fast ausschließlich Haaland Reels und Videos mit patscherten Leuten und Hunden zu sehen bekommen hab’, ach ja, verhunzte Schönheits OPs waren auch regelmäßig dabei ..
Ich weiß in der Theorie ganz genau, wie ich mir ein Business aufbauen kann. Das sind halt teilweise Wege, die ich, zumindest derzeit, nicht gehen will. Und bei diesem Satz hör ich sie schon wieder, die 50k Girls, wie sie hysterisch in meinem Kopf schreien. Mit mitleidig verdrehten Augen, weil ich mit so einer Einstellung halt genau nieeeeemals eine von ihnen werden kann.
Die 50k Girls oder sagen wir mal lieber die 100k Ladies, die wollen nur eines. Die wollen, dass DU ganz genauso erfolgreich wirst wie sie selbst und infolgedessen auch eine 100k Lady. Und für alle, die mir jetzt vielleicht nicht folgen können, die 100k Ladies sind die, die mit ihrem Business Umsätze von ungefähr 100k machen, Monat für Monat, nicht Jahr für Jahr! Und weil die halt nicht nur unbeschreiblich reich sind, sondern auch female Empowerment verkörpern und leben, nehmen sie dich bei der Hand und helfen dir. Also, ein bissl zumindest.
Übrigens find’ ich dieses k bei einer Zahl saublöd. Ich frag’ mich, wann das aufgekommen ist, wer sich das einfallen lassen hat und warum eigentlich? Damit wir international alle verstehen, wie viel die Leut verdienen?
Die KI sagt, die Menschen in der Online-Welt schreiben das, weil es platzsparend und schnell lesbar ist. Das k steht für die Vorsilbe Kilo, kommt aus dem Griechischen und bedeutet tausend. Ich hab's gegoogelt, weil ich es natürlich nicht gewusst hab’. Na gut, wieder was gelernt.
Ich hab’ mittlerweile so circa 47 gratis Live Webinare gemacht, die zig Stunden meiner Zeit gefressen haben. Mein Mehrwert, hmmm, ein bissl was würd ich jetzt ganz ehrlicherweise meinen. Das läuft so ab. Ich öffne Instagram und in jedem einzelnen Post, den ich seh’, erfahr’ ich, was ich alles falsch mach. Gleichzeitig wird mir aber natürlich auch gesagt, wie ich es besser machen kann, soll und muss.
Und weil die 100k Girls sich früher das Bio Obst selbst nicht leisten konnten, wissen sie ganz genau, wie es uns geht. Sie wissen auch, weil sie es ja selbst genauso gemacht haben, dass jede von uns, mit ein bissl eisernem Willen, Disziplin und Konsequenz, all das auch erreichen kann. Und weil sie ja wollen, dass wir auch 100k Ladies werden, schenken sie uns einen kostenlosen Workshop, damit wir uns von der Besten der Allerbesten einfach ihre Tricks abschauen und danach werkeln können.
So weit, so menschenfreundlich. Und ich denk’ mir halt immer wieder, dass ich das ja ruhig nochmals machen kann, nicht wahr? Das ist ja gut für meine Entwicklung in jeglicher Hinsicht. Und dann kommt die Woche vor dem Seminar. Sofort nach der Anmeldung kommt das erste Mail, in dem sich das 100k Girl wahnsinnig freut, dass ich dabei bin und sie mir gratuliert, dass ich endlich auf dem Weg bin, mein Leben zu meinen Gunsten zu verändern.
Meistens erinnert sie mich dann zumindest einmal täglich dran, dass es bald so weit ist und zeigt mir auch immer auf, was ich alles erreichen kann, wenn ich denn bereit bin was dafür zu tun. Am Tag des Webinars kommen dann so etwa drei Mails, das „Bald ist es so weit“ Mail, dann das „Petra, nur noch eine Stunde!“ Mail und dann das letzte „Wo bleibst denn, wir sind live!“ Mail. Und dann geht’s endlich los, da sitzen 487 zukünftige 100k Girls vor ihren Laptops und sind gespannt und voller Vorfreude, weil sie sich schon mit ihren Liebsten im warmen, türkisfarbenen Wasser der Malediven schnorcheln sehen. Privatinsel versteht sich, man möcht’ ja unter seinesgleichen sein, gell.
Und dann geht es los, erst einmal sehen wir, das variiert natürlich von Richgirl zu Richgirl, ein Video. Das Video zeigt unsere 100k Lady in sauteuren Outfits, mit glänzendem Schmuck in atemberaubender Umgebung, versteht sich. Und dann ist sie endlich da, live, vor mir. Mit dieser Attitude, die dir suggeriert „schau her, ich hab's geschafft, all by myself“ Und dann kommen die ersten Sätze und Fragen und jeder soll ein „Ja“ in den Chat tippen. Und wir zukünftigen Millionärinnen tippen wie blöde und feiern das 100k Girl jetzt schon.
Da fliegen Herzerl und Raketen und die reiche Lady bekommt zigfach gesagt, wie großartig sie nicht ist, wie bewundernswert und außerdem und überhaupt. Diese wiederum quittiert das gelegentlich mit einem leicht mitleidigen Lächeln und feuert die Teilnehmerinnen an, weil mit dem richtigen Mindset und jeder Menge Erfahrung und Expertise werden wir in absehbarer Zeit wie sie sein!
So geht das zwischen 1,5 bis 3 Stunden. Immer mit der Aufforderung was in den Chat zu tippen, wenn’s allerdings was ist, was der Guten nicht so gefällt, weils vielleicht gar ganz leise Kritik oder eine unerwünschte Frage ist, dann wird das sofort von den Aufpassern der Lady gelöscht und bei zweimaligem Vergehen wirst du mit einem Arschtritt aus dem Webinar hinausbefördert. Zugegeben, das mit dem Arschtritt, wird nicht in allen Webinaren so gehandhabt.
Die Erzählungen klingen plausibel während die Multimillionärin ihren Zusehern charismatisch ihr Leben erklärt.
Das ganze natürlich immer mit großartigen Bildern hinterlegt. Da sieht man sie, mit einem flatternden Kleid auf einem glänzenden Pferd an einem karibischen Strand entlangreiten, in Slow Mo versteht sich, sonst könnte man die luxuriösen Details ja nur schwer erkennen. Oder sie lässt sich auf einer Jacht ein Glas Champagner schmecken und lächelt glücklich in die Kamera während sie die, neben der Jacht her schwimmenden, springenden Delfine bewundert. Sie fährt in einer goldenen Luxuskarosse durch Dubai und in den Anden spuckt sie dem Lama ins Aug, einfach weil sie es halt kann.
Und irgendwann kommt dann der Zeitpunkt, wo ich schon ungeduldig in meinem Sessel herumrutsch' weil ich natürlich auch endlich wissen will, wie ich in Zukunft solche Videos von mir machen lassen kann und ob ich lieber auf Bora Bora oder auf den Philippinen chillen will. Und dann kommt’s, je nach Webinardauer am Ende der 3 oder 1,5 Stunden an Tag eins, drei oder fünf, vollkommen wurscht eigentlich.
Hauptsache es kommt, das Superangebot, das nur heute bis Mitternacht um läppische 6.999 €, danach kostet es natürlich wieder so um die 9.999 €, zu haben ist und ganz exklusiv selbstverständlich, nur für uns Webinar Teilnehmer. Ein superduper Onlinekurs, der dir das erklärt, für das du seit 5 Tagen vor dem Laptop sitzt und dich dann zur nächsten 100k Lady macht. Tja….
Nachsatz zum tieferen Verständnis und zur Ehrenrettung der 100k Ladies: Diese eine, im obigen Text beschriebene Lady gibt es nicht, sie ist ein Zusammenschnitt aus vielen Einzelpersonen, man könnt ja sonst tatsächlich den Eindruck gewinnen, sie wär a bissl unsympathisch, gell.
Oh Sommer
Ich bin noch nicht bereit, absolut ganz und gar nicht! Ich will und kann einfach nicht akzeptieren, dass dieser wunderschöne Sommer tatsächlich schon wieder vorbei sein soll. Und dennoch, ich kann mich weigern so standhaft und so viel ich auch will, es ist amtlich. Und am deutlichsten erkenn’ ich das an dem Fakt, den ich am allermeisten verabscheue. Und nein, es ist tatsächlich nicht der Schulbeginn, obwohl das Aufstehen um 5.40 Uhr genau gar nicht nach meinem Geschmack ist, das ist definitiv nix, womit ich mich jemals anfreunden werd’.
Ich geb’ euch jetzt mal ganz kurz Zeit, um in euch zu gehen und nachzudenken, welcher Fakt das in eurem Fall ist, was ist für euch das Schlimmste am Sommerende. Und, was gefunden?
Also für mich ist es die Dunkelheit! Ich lieb nix mehr als die langen hellen Sommertage, wenn mich die Sonne bereits um 5.00 Uhr früh in der Nase kitzelt und die Vogerl schon ganz laut und lebensfroh zwitschern, ich mein, gibt's was Schöneres, ernsthaft?
Und die Abende erst, wenn man um 21.15 Uhr die Beine im Pool baumelnd, eisgekühltem Hugo in der einen, Limoncellotiramisu in der anderen Hand, ganz verzückt einen herrlichen Sonnenuntergang beobachten, und danach noch lange draußen sitzen kann. In irgendeinem dünnen Sommerfetzerl, die noch feuchten Haare kreuz und quer hochgesteckt. Ganz ohne Pulli oder Jacke, gelegentlich mit netten, gut gelaunten Menschen zusammen interessante, spannende Gespräche führen, mah, das ist doch echt das allerschönste Lebensgefühl. Und die Zirpen, ich weiß eh, dass es Grillen sind, aber ich nenn’ sie Zirpen, weil mir das ganz einfach viel besser gefällt! Also die Zirpen sind ja mittlerweile so laut, dass sie sogar das Plätschern vom Pool übertönen, herrlich, ich lieb das!
Genau genommen ist das Leben im Sommer gefühlt viel leichter und schöner! So viel entspannter find’ ich. Wir verbringen die meiste Zeit im Freien und sind so viel spontaner wenns warm und hell ist. Ich mein’, in der düsteren Herbst- und Winterfinsternis muss ich mich schon echt zusammenreißen, wenn ich nach 17.00 Uhr noch irgendwas unternehmen will. Vom warmen, hellen Haus noch einmal raus in die finstere Kälte, und wenn’s dann vielleicht auch noch regnet, na danke.
Aber im Sommer, hallo, da fängt das Leben doch erst am frühen Abend an. Wenn man nach dem See oder dem Bad noch in ein Lokal geht, zum Heurigen oder sonst wohin. Oder wenn man sich noch ein cremiges, herrlich süßes Eis vom Lieblingseissalon holt. Dieses Gefühl von „der Tag ist noch lang nicht vorbei und ich hab’so viel Zeit“ ist total befreiend.
Und der Duft des Sommers, der ist ja auch so ganz speziell und wunderbar. Der Duft der Wiese nach einem Sommerregen, ich weiß schon, hatten wir heuer leider viel zu selten. Die duftige Luft, wenn man abends mit dem Rad an den Feldern und am Wald vorbeifährt, einfach herrlich. Geht mit dem Cabrio übrigens ganz genauso gut…
Was ich auch so extrem gern hab’, ist der Duft vom heißen Holzsteg, wenn ich mich nass vom Pool zum Trocknen in die Sonne leg, das ist einer meiner ganz speziellen Lieblingssommergerüche. Oder der typische Grillgeruch, bei dem dir schon das Wasser im Mund zusammenläuft, wenn du nur an all die Köstlichkeiten denkst, die es bald geben wird. Frische Sommerfrüchte, Sommerblumen, die Sonnencreme auf unserer Haut und im Urlaub natürlich der salzige Meeresduft. Ich glaub’, ich könnt’ noch so einige aufzählen …
Ich denke, ich bin mit meiner Sommerliebe nicht allein. Obwohl, der heurige Sommer nicht ausschließlich super war. Es war echt verdammt heiß, zu heiß, und auch mit dieser Meinung bin ich nicht allein. Unsere Wiese, Rasen ist es ja bei Gott keiner, wurde das letzte Mal Anfang Juli gemäht. Danach war es knusprig braunes Gras, das bei jedem Schritt unter den Füßen geklungen hat, als würde man auf Cornflakes treten. Zwei meiner Bäume waren Mitte August nackt bzw. um jede Menge Blätter erleichtert. Die sind im August braun und verdorrt herumgelegen, wie wir das bisher nur aus dem Herbst kennen. Das war nicht schön, ganz und gar nicht.
Aber vielleicht trauern wir an den ersten kühleren Abenden, an denen es schon früher finster wird ja gar nicht wirklich dem Sommer nach. Vielleicht trauern wir den Gefühlen, die er uns schenkt hinterher.
Dem Gefühl von Freiheit, Leichtigkeit und Unbeschwertheit, der Lebensfreude. Und auch dem Empfinden, dass wir selbst in all dieser sommerlichen Entspanntheit irgendwie anders sind. Ich versuch’ Jahr für Jahr das Sommergefühl zu bewahren, es ist mir leider noch niemals längerfristig gelungen.
Aber ganz sicher werde ich dieses Jahr einen neuen Versuch starten, und wenn es mir tatsächlich gelingen sollte, dann lass’ ich es euch wissen, wie ich es gemacht hab’. Vorausgesetzt, dass ich mir ganz merk, wie ich es angestellt hab, gell!
Hommage ans Limoncellotiramisu
Ich hab’ genau zwei Laster, das eine ist das Fluchen eines Bierkutschers und das zweite ist meine intensive Vorliebe für Süßes. Gut bei ersterem muss ich zu meiner Verteidigung sagen, dafür kann ich nix. Das ist bei uns familiär bedingt, der Opa war schon so ein Flucher. Ich glaub’ bei meiner Tante schlägts nicht durch, aber bei meiner Mutter, meiner Cousine und mir selbst kommts gelegentlich schon zum Vorschein.
Ja und für genetische Disposition kann man ja bekanntlicher Weise genau gar nix. Gut, wir haben uns auch nicht recht intensiv darum bemüht dieses Laster loszuwerden. Ich find’, dass es ja auch richtig guttut seinen Grant mal so rauszuschreien, am allerliebsten mach ich's beim Autofahren. Ich hab’ ein paar absolute Favoriten unter den Schimpfwörtern, eines davon ist Wappler, was ja eigentlich sehr harmlos ist, fast schon eine liebevolle Bezeichnung für eine bestimmte Sorte von Mitmensch.
Wappler ist so wunderschön österreichisch und ich liebe die österreichische Sprache, ich mag es, wie wir an so viele Worte ein -erl anhängen. So wie, „Logo nehm ich noch ein Stückerl Kuchen“, „ein bisserl tu ich noch fernschauen“, „tut mir leid, ich werd mich wohl ein Haucherl verspäten“, oder wie der Liebste immer sagt, „heut kochen wir uns Schnitzerl“, völlig die Tatsache außer Acht lassend, dass unsere Schnitzerl den gesamten Teller ausfüllen.
Ja und dann ist da noch mein zweites Laster, das für diverse Desserts. Wurscht wie voll ich schon bin, was Süßes geht fast immer. Mit besonderer Vorliebe was Cremiges, wenn’s Kuchen ist dann muss der saftig sein, am liebsten Cheesecake in allen nur erdenklichen Variationen und natürlich Streuselkuchen. Schokokuchen sowieso, total gern in Kombination mit Orange und selbstverständlich niemals ohne Schokoglasur. Allein beim Gedanken an all diese himmlischen Köstlichkeiten läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen. Ich back’ auch eigentlich sehr gern, noch viel lieber ess’ ich allerdings all die unwiderstehlichen Versuchungen dann mit Genuss und voll Freude.
Ich kann mich über ein zart schmelzendes Dessert tatsächlich so sehr freuen, wie ein Kind über den allerschönsten Christbaum samt Geschenken. Wenn da so ein Schüsserl cremiges, fluffig-moussiges Schokoladenmousse vor mir steht, mit Himbeerspiegel selbstverständlich, dann schau’ ich das erst mal ganz verzückt an, danach der Griff zum Besteck und beim Versenken des Löffels im Mousse merkt man schon, ob es die perfekte Konsistenz hat. Und dann ist die Freude eigentlich grenzenlos, wenn man den Löffel zum Mund führt, die Lippen ganz vorsichtig ein kleines Stückerl vom süßen Traum berühren, und die Zunge dann die cremige Masse im Mund verteilt. Hach, Geschmacksexplosion - herrlich!
Aber, ob man’s glaubt oder nicht, es gibt tatsächlich auch Schokomousse, das nicht gut schmeckt. Bevor ich jetzt zum göttlichen Limoncellotiramisu komm, fällt mir grad die Gschicht vom Tobleronemousse ein. Eine Freundin von mir macht immer ebendieses, seit ich es einmal probiert hab’, mach’ ich es übrigens auch immer, es ist der wahr gewordene Schokoladentraum, obwohl ich die Toblerone einfach so, gar nicht mag. Aber wurscht.
Sie hat das Rezept wiederum von einer Freundin, über die gesagt wird, sie sei nicht unbedingt eine begnadete Köchin. Alles egal, wenn das Mousse so wunderbar ist. Wie ich das Rezept das erste Mal gelesen hab’, war ich dann doch etwas verwundert, da steht nämlich „Toblerone in Stücke brechen, in eine flache Schüssel legen und mit kochendem Wasser übergießen ….“ Aha, spannend. Aber gut, wenn das so sein muss, damit das Tobleronemousse auf jeden Fall gelingt, dann mach’ ich das natürlich ganz genau so.
Dann wartet man so etwa eineinhalb Minuten und durch Stichprobe mit einem Zahnstocher in so eine Schokorippe, erkennt man dann, wann diese weich genug ist und das Wasser wieder abgegossen werden kann. Tja, es funktioniert, tadellos. Mittlerweile liest man ja auch oft von den jungen Kochinfluencerinnen, dass man einfach eine Milka Tafel samt Plastikverpackung mit heißem Wasser übergießen soll und dann die flüssige Schoki zur Weiterverarbeitung einfach herausdrückt. Ich hab’ dennoch ein bisserl über diese interessante Zubereitungsart nachgedacht und dann vermutet, wie sie zustande gekommen ist. Wenn die Freundin meiner Freundin nicht die begnadete Köchin ist, dann wird sie ganz einfach angenommen haben, dass Schmelzen im Wasserbad eben genau das ist, Schoki mit heißem Wasser übergießen …
Aber jetzt, endlich zum göttlichen Limoncellotiramisu. Das ist in der Tat so fantastisch, dass man eigentlich „Gnä Frau“ dazu sagen sollt. Mein Erstversuch war schon außerordentlich gut. Aber jetzt, die leicht abgewandelte Zweitversion ist in der Tat zum Niederknien. Ich hab’ nämlich auf Insta einen Italiener gesehen, der ein kurzes Reel über ein Limoncellotiramisu gemacht hat und mit seinen Worten, „du bist im Kopf direkt an der Amalfiküste”, hat er mich natürlich sofort gehabt. Ich hab dann, wie es die Regeln auf Insta halt verlangen „Limoncello“ in die Kommentare getippt, sogar noch ein Herzerl dazu, weil ich so begeistert war. Leider hat sich mein Italiener nicht an sein gegebenes Versprechen gehalten und mir pronto das Rezept geschickt, auch nach mehrmaligen, schon etwas verzweifelten Versuchen.
Aber dieses Tiramisu hat es mir optisch schon so angetan, dass musste ich einfach nachmachen! Mit den kurzen Sequenzen von seinem Reel hab’ ich also versucht es auch so hinzubringen. Und, weil ich es halt gar so gern mach, hab’ ich sein Rezept sogar noch gepimpt. Ich hab’ es nämlich noch um selbstgemachten Lemoncurd erweitert, oh mein Gott!
Ich mag im Tiramisu nur die Manner Biskotten, die dicken italienischen schmecken mir gar nicht. Die sind wie ein grobporiger Biskuit, der ein bisserl in die Hose gegangen ist. Ich hab’ also Wasser mit Zucker und Zitronenschale aufgekocht und dann Limoncello dazugegeben. Darin sind die Biskotten gebadet worden, natürlich nur kurz, eh klar.
Und die Creme hat der italienische Koch ganz speziell gemacht, der hat nämlich die Dotter mit Zucker aufgeschlagen und das Eiweiß auch extra mit Zucker dickflüssig gerührt, er hat keinen festen Eischnee geschlagen. Und das hat dann die Mascarponecreme so herrlich cremig gemacht, und da kam natürlich auch wieder Limoncello dazu. Aber alles mit Maß und Ziel, zu viel Alkohol mag ich nämlich im Dessert gar nicht.
Ich hab’ das dann andächtig geschichtet, Biskotten, Creme, frische Zitronenzesten, geriebene weiße Schokolade und cremigen Lemoncurd und dann noch einmal dasselbe. On top Minzblätter und ich war am Überlegen, dass weiß-gelbe kleine Baisers der absolute Pracker wären, aber ehrlicherweise war ich zu faul um die dann noch zu machen. Auch ohne Baiser schauts sensationell gut aus, schmeckt himmlisch und ist vor allem das zeitaufwendigste Tiramisu, dass ich je gemacht hab’.
Allerdings, ist es jede Arbeitsminute mehr als wert. Der zitronige Duft, das ist Sommer pur, der wunderschöne Anblick von zarter Mascarponecreme, dem dottergelben Lemoncurd und den knallgrünen Minzblättern als Kontrast, ein absoluter Augenschmaus. Und dann, der lang ersehnte erste Bissen davon, oh mein Gott, Gaumenorgasmus, die Kombination von sündig guter Creme mit der süßen Säure der Zitrone und dem Hauch von zart schmelzender Schokolade, das ist einfach paradiesisch. Dieses Tiramisu ist der absolute Inbegriff von Sommer, Sonne, Urlaub und Lebensfreude pur. Und ebendarum werd’ ich das ab jetzt sicher öfter machen, gell.
Manche Ideen geben einfach keine Ruh
Wer kennt das nicht? Da ist diese eine Idee, dieser eine Gedanke, der immer wieder mal in deinem Kopf aufpoppt. Zuerst ganz leise, so von ganz weit hinten ruft er unauffällig „Huhu, da bin ich!“ Und irgendwann wird er immer lauter und hartnäckiger, eher so „Heast, bist du derrisch!!!“
Genauso wars eigentlich mit diesem Blog! Und ganz vielen anderen Dingen in meinem Leben, aber dazu ein andermal. Die Idee, meine Gedanken endlich wieder aufzuschreiben, verfolgt mich in Wahrheit schon länger. Ich hab’ vor einigen Wochen mit einem Copywriting Mentoring begonnen, und das gefällt mir tatsächlich sehr gut. Im Zuge dessen wurde mein „Heast, bist du derrisch“ Gedanke immer öfter immer lauter. Fast schon penetrant unangenehm würd’ ich meinen. Wie so ein verhaltensauffälliger Schüler, der dir am Freitag in der letzten Stunde, den wirklich aller Letzten, eh schon ganz dünnen, ausgezahten Nerv raubt.
Und wie es der „Zufall“ dann so will, bin ich im Internet über ein Video gestolpert. Es hatte den vielversprechenden Namen „Bloggen im Jahr 2026, so wirst du erfolgreich“, oder so was auf die Art. Na, wenn das kein Wink mit dem Zaunpfahl ist, hab’ ich mir zumindest gedacht.
Ich hab’ mir also ein Cappuccinerl mit Hafermilch und Kakaopulver gemacht, ganz so wie es sich gehört, und mich erwartungsvoll und gespannt wie ein Pfitschipfeil vor meinen Laptop gesetzt. Block, Stift und alles, was man sonst noch so braucht, ist bereit gelegen. Und endlich ging’s mit dem Erklären los. Die junge, außerordentlich erfolgreiche, Businesslady hat genau geschildert, was so ein Blog im Jahr 2026 alles sein und können muss. Von wegen Zielgruppenanalyse, Content Strategien, Planungen und so weiter.
Puh, mein Gesicht ist eigentlich von Satz zu Satz länger geworden, und dann bei der SEO Optimierung und den 250 Keywords in den Artikeln sind mir endgültig die Gesichtszüge entgleist und ich hab’ tatsächlich ein bisserl geschwitzt. SEO Optimierung bedeutet ganz einfach gesagt, wie wirst du ganz schnell auf Google gefunden. Mit „Pudelnackert“ war das ja ein bisserl problematisch, da sind nämlich, bevor man meinen Blog gefunden hat, erst einmal so einschlägige Seiten aufgepoppt, pudelnackert waren die Menschen dort auch, allerdings in einem völlig anderen Zusammenhang.
Na und, bei den Keywords hab’ ich mir gedacht, dass das ja nix anderes ist als eine doofe Reizwortgeschichte, wie bei einer Deutsch-Schularbeit, na servas, das is genau was ich brauch’! So weit, so mies, mein Gemütszustand ist also innerhalb von Minuten von „voll motiviert“ zu „ich leg’ den ganzen Schas sofort wieder ad acta“ gerauscht.
Wie das aber mit den hartnäckigen Gedanken nun mal so ist, er hat wieder angeklopft. War ja eigentlich sowas von klar. Und in einer meiner zahllosen, schlaflosen Nächte, hab’ ich mir dann gedacht, dass es mir einfach wurscht is, dass ich trotz aller Profitipps einfach wieder schreiben möcht’.
Allen Blogregeln zum Trotz, ohne SEO Optimierung, ohne 250 Keywords und fix ohne Content Strategie. Einfach drauflosschreiben, gegen jede existierende Regel. Was mir ja grundsätzlich eh total taugt, ich find’ die meisten Regeln sowieso einfach nur blöd. Ich mein, unfassbar reich werd’ ich so definitiv nicht, aber gut, da kann man halt jetzt nix machen, gell.
Ich bin wieder daaa!!!!
Hallo erst mal, schön, dass du hier gelandet bist!
Für all meine treuen Pudelnackert Leser, hey, das Warten auf neue Blogartikel hat endlich ein Ende, da bin ich wieder! Ein paar Jährchen älter, oder sagen wir mal reifer, ob ich auch weiser geworden bin in den letzten Jahren, das wird sich erst noch zeigen.
Ich brauch’ jetzt gar nicht lang herum zu erklären, warum ich aufgehört hab’ zu schreiben, das Leben ist halt dazwischengekommen, jeder kennt das. Es ist ja ein ewiges Auf und Ab, mal kommt man besser klar, mal weniger gut. Aber definitiv hab’ ich immer wieder dran gedacht weiterzuschreiben. Und eines Tages war es dann so weit, ich hab’ auf meinen leiwaunden „Pudelnackert“ Pudel geklickt, und was ist passiert?! Na, genau gar nix.
„Jössas“, war mein erster Gedanke, nach ein bisserl technischem Herumgewurschtl ist die pure Verzweiflung über mich gekommen und einer der nächsten Gedanken war dann „Scheiße, mein Blog is weg!“ Tja, was soll ich sagen, er ist tatsächlich, also angeblich, weg. Angeblich deshalb, weil ich es in Wahrheit ja gar nicht so ganz glauben kann. Es heißt immer so schön, „Das Internet vergisst nichts“, und man sagt uns, dass alles in irgendwelchen dubiosen Wolkerln gespeichert ist. Nach mehreren Rücksprachen mit meinem Blog Admin hab’ ich aber dann dennoch die Tatsache, raunzend, schimpfend und zähneknirschend, hinnehmen müssen, „Pudelnackert“ ist verloren, für immer und ewig, verloren in den Tiefen des World Wide Web.
Ich bin ja eine mit ganz starken inneren Bildern und so stell’ ich mir also meinen „Pudelnackert“ Pudel vor, wie er mit all meinen grandiosen Artikeln, die ja wirklich teilweise sensationell waren, in einem ausgebeulten Rucksack, es waren ja viele, völlig verzweifelt, durchs All schwebt. Vorbei an Galaxien und Sternen und irgendwann wird er dann vermutlich von einem fetten, schwarzen Loch verschluckt werden ….
Ich hab’ natürlich fieberhaft nach einem Schuldigen für das ganze Dilemma gesucht, anklagend wollt’ ich mit weinerlicher Stimme auf ihn zeigen und raunzen, „Nur wegen dir …..!“
Und, tataaaaa, ich hab’ den Schuldigen gefunden. Es war die Person, die nicht pünktlich den Domainbetrag eingezahlt hat. Und natürlich hab’ ich vorwurfsvoll gestöhnt und mich selbst ein bisserl geschimpft, weil eh klar, ich es war. Aber, zu meiner klitzekleinen Verteidigung muss ich sagen, dass ich in der Zwischenzeit meine Mailadresse geändert hab’ und die alte nicht mehr in Verwendung ist, ich konnt’ ja gar nix zahlen, weil ich die Aufforderungsmails dazu nimmer gekriegt hab’.
Tja, was nun? Is halt saublöd jetzt, wenn man gern wieder ein paar Blogartikel schreiben möcht’, aber nicht kann, gell.